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Design-Entscheidungen mit maßgeblichem Einfluss auf Cloud-Migrationen: Insights aus der Praxis

Content Team21.05.20266 Minuten Lesezeit

Design-Entscheidungen mit maßgeblichem Einfluss auf Cloud-Migrationen: Insights aus der Praxis

Die Migration zur Cloud ist eine spannende Zeit, aber frühe Entscheidungen bestimmen den weiteren Verlauf.

Mit zunehmender Nutzung und Architekturtests unter anhaltender Last kann echter Druck entstehen. Was bei der ersten Migration noch funktionierte, reicht womöglich nicht mehr aus, wenn Systeme über Regionen, Teams und Workloads hinweg skalieren müssen.

Die Professional Services Engineers und Customer Success Manager von OVHcloud beleuchten die oft übersehenen Entscheidungen, die erfolgreiche Public-Cloud-Migrationen und -Bereitstellungen vorantreiben und die Basis für skalierbares, zukunftsfähiges Wachstum schaffen.

Was früh übersehen wird, aber für die spätere Skalierung entscheidend ist

Für den langfristigen Erfolg eines Cloud-Projekts sind die ersten sechs bis zwölf Monate entscheidend. Gerade in dieser Anfangsphase haben Infrastrukturentscheidungen einen besonders großen Einfluss – und auch die betriebliche Reife spielt eine zentrale Rolle. Themen wie Netzwerkkonzeption, regionale Ausgestaltung und operative Grundlagen erscheinen während der Migration oft als zweitrangig, gewinnen jedoch mit zunehmendem Wachstum schnell an Bedeutung.

Anfängliche Deployments können mit öffentlichen Schnittstellen und Standardkonfigurationen problemlos funktionieren, doch mit zunehmender Ausweitung der Services steigt auch der interne Traffic zwischen APIs, Datenbanken und Hintergrunddiensten. Ohne ein privates Netzwerkmodell kann diese Kommunikation nicht nur zu Latenz führen, sondern auch sensiblen Traffic exponieren und später umfangreiche Anpassungen erforderlich machen.

„Sicherheit muss oberste Priorität haben. Ein einfacher ‚Lift & Shift‘ ohne zuerst eine skalierbare und sichere Landing Zone zu entwerfen, reicht nicht aus. Sorgen Sie dafür, dass am Anfang die richtige Infrastruktur vorhanden ist, um künftigen Anforderungen Rechnung zu tragen.“ – Olivier Javaux, Professional Services, OVHcloud

Unbekannt

Netzwerkdesign als Schlüsselelement für skalierbare Plattformen

Eine E-Commerce-Plattform, die von einer monolithischen Architektur auf Microservices umgestellt wurde, nutzte anfangs öffentliche IP-Adressen für die gesamte Backend-Kommunikation.

„Während eines Black-Friday-ähnlichen Lastanstiegs hat sich die Latenz verdreifacht. Nicht wegen langsamer Server, sondern weil sämtliche internen Microservices über öffentliche Schnittstellen kommunizierten.“ – Amarjit Toor, Customer Success Manager, OVHcloud

Unbekannt

Nach einem gezielten Netzwerk-Design-Workshop wurde der Backend-Verkehr in ein isoliertes privates Netzwerk verlagert. Diese Änderung beeinflusste die Skalierbarkeit der Plattform maßgeblich: Interne Kommunikation konkurriert nicht mehr mit dem Nutzer-Traffic, wodurch Services unabhängig wachsen können, die Performance stabil bleibt, die Sicherheit erhöht wird und das System insgesamt resilienter ist.

Resilienz über die anfängliche Bereitstellung hinaus

Für regionale Strategien gilt dasselbe Prinzip. Entscheidungen zwischen Einzel- und Multi-AZ-Deployments (Availability Zone) haben einen direkten Einfluss auf die Resilienz, das Failover-Verhalten und die betriebliche Komplexität. Eine nachträgliche Anpassung dieser Konfigurationen ist schwierig – insbesondere dann, wenn bereits Datenabhängigkeiten bestehen und produktiver Traffic verarbeitet wird. Indem Wachstum, Verfügbarkeitsanforderungen und Business-Continuity-Aspekte frühzeitig berücksichtigt werden, können Unternehmen Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit direkt im Systemdesign verankern und aufwendige Anpassungen zu einem späteren Zeitpunkt vermeiden.

Auch Landing Zones und operative Systeme werden häufig erst im Nachhinein berücksichtigt, obwohl sie für den täglichen Betrieb, das Incident-Management und die Compliance essenziell sind, insbesondere in wachsenden Umgebungen. Die wichtigste Erkenntnis ist daher ein Umdenken: Cloud-Teams sollten sich nicht nur auf das Deployment von Infrastruktur konzentrieren, sondern von Anfang an für Transparenz, Governance und operative Kontrolle sorgen. Managed Services und standardisierte Plattformen unterstützen diesen Ansatz, indem sie den Betriebsaufwand reduzieren und gleichzeitig die Kontrolle in wachsenden Umgebungen verbessern.

Ebenso darf die menschliche Dimension nicht unterschätzt werden. Ein strukturiertes Onboarding, gezielte Schulungen und eine enge Abstimmung zwischen allen operativen Stakeholdern tragen dazu bei, Unsicherheiten zu reduzieren und die Einführung zu beschleunigen. Wenn das Change Management in den Anfangsphasen vernachlässigt wird, können selbst gut gestaltete Cloud-Plattformen als riskant wahrgenommen werden, was die Umsetzung ausbremst und zu erhöhtem Widerstand führt.

„Die passenden Schulungen sind entscheidend, damit Teams nicht das Gefühl haben, die Kontrolle über die Infrastruktur zu verlieren.“ – Olivier Picquenot, Customer Success Director, OVHcloud

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Implementierungstipp:

Führen Sie eine Cloud-Reifeprüfung oder einen kleinen Proof-of-Concept durch, um das Netzwerkdesign und die Resilienz zu validieren. Diese frühen Entscheidungen machen später den entscheidenden Unterschied.

Aus übergeordneten Zielen konkrete Architekturentscheidungen ableiten

Migration und Skalierung beginnen mit klaren Zielen: Leistung verbessern, Kosten kontrollieren und Wachstum unterstützen. Die Übersetzung dieser Ziele in konkrete Infrastrukturentscheidungen ist oft der Punkt, an dem Komplexität entsteht.

„Die Skalierbarkeit muss von Anfang an berücksichtigt werden, insbesondere die Lastentwicklungen. Einer der Hauptvorteile der Cloud ist die Möglichkeit, je nach Last flexibel zu skalieren.“ – Olivier Picquenot, Customer Success Director, OVHcloud

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Es ist entscheidend, sich frühzeitig ein Bild der Abhängigkeiten, Lastspitzen, Compliance-Anforderungen und Kompetenzlücken im Team zu machen. Ohne diese Kenntnis werden Skalierungsentscheidungen reaktiv und basierend auf lückenhaften Informationen getroffen.

Teams sollten Annahmen von Beginn an klären, indem sie praxisorientierte Fragen stellen:

  • Wie verhält sich der interne Traffic zwischen Services bei hoher Last?
  • Wann treten Lastspitzen auf und wie sieht die Reaktion darauf in puncto Skalierung aus?
  • Welche Compliance- oder Datenresidenzanforderungen beeinflussen, wo Ressourcen bereitgestellt werden?
  • Verfügt das Team über die nötigen Kompetenzen, um komplexe Plattformen langfristig zu betreiben?

Automatisierung und Managed Services helfen, bestehende Lücken zu schließen. Infrastructure-as-Code, verwaltete Datenbanken und integrierte Systeme reduzieren den operativen Aufwand und ermöglichen es den Teams, sich auf die Wertschöpfung zu konzentrieren, statt die Infrastruktur zu warten.

Implementierungstipp:

Geschäftsziele sollten mit messbaren technischen Ergebnissen verknüpft werden. Automatisierung und Managed Services helfen, Vorhaben in eine skalierbare Architektur zu verwandeln.

Skalierungsrisiken und operative Grundlagen

Schnelles Wachstum bringt operative Risiken mit sich, die selbst gut gestaltete Umgebungen destabilisieren können. Solide Grundpraktiken können solchen Problemen vorbeugen.

„Die wichtigste Antwort ist Automatisierung. Mit Tools wie Terraform oder OpenTofu sind Organisationen für die Skalierung gewappnet.“ – Olivier Javaux, Professional Services, OVHcloud

Unbekannt

Die Automatisierung von Provisioning, Skalierung und Monitoring gewährleistet wiederholbare Deployments und ermöglicht es Teams, effizient zu skalieren. Gleichzeitig erleichtern klar definierte Verantwortlichkeiten, standardisierte Umgebungen und die Reduzierung der Tool-Vielfalt das Troubleshooting und verbessern die Compliance, während die Kosten sinken. Konsistenz wird so zu einem Hebel für größere Effizienz, wenn Teams und Plattformen wachsen.

Der Übergang von monolithischen Anwendungen zu Microservices oder Kubernetes ist komplex, aber ein schrittweiser Migrationsansatz hilft, Fehler zu vermeiden. Wenn mit einem risikoarmen Dienst begonnen wird, können die Teams den Migrationsprozess validieren, die Skalierung anpassen und alles nach und nach ausweiten, je souveräner sie werden.

Wenn „alles gleichzeitig“ zu viel ist

Eine Organisation versuchte, eine vollständige Migration zu Microservices in einer einzigen Phase durchzuführen, was zu Bereitstellungsfehlern und Fehlkonfigurationen führte. Die daraus resultierende Downtime über mehrere Dienste hinweg verlangsamte den Fortschritt.

Durch den Wechsel zu einem schrittweisen Vorgehen mit automatisiertem Provisioning und verwaltetem Support konnten stabile, vorhersehbare Abläufe gewährleistet und die Einführung beschleunigt werden.

Implementierungstipp:

Setzen Sie auf Reproduzierbarkeit, um zu skalieren. Automatisierung, Standardisierung und eine schrittweise Bereitstellung schaffen Stabilität, während Plattformen wachsen.

Versteckte Kosten vermeiden

Veraltete Annahmen und Over-Provisioning gehören zu den häufigsten Stolperfallen bei Cloud-Migrationen. Ohne ein Umdenken in den Designmustern laufen Teams Gefahr, unnötige Kosten und zusätzliche operative Komplexität zu verursachen.

Cloud-Umgebungen entwickeln sich schnell weiter. Durch eine regelmäßige Überprüfung der Architektur können Teams sicherstellen, dass sie von optimierten Services und effizienteren Strukturen profitieren.

„Ein vorhersehbares, transparentes Preismodell, bei dem Kund:innen nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen wie Speicher, Rechenleistung oder Bandbreite zahlen, schafft mehr Sicherheit bei der Projektplanung.“ – Amarjit Toor, Customer Success Manager, OVHcloud

Unbekannt

Implementierungstipp:

Vermeiden Sie es, bestehende Legacy-Muster unverändert zu übernehmen. Prüfen Sie Ihre Services regelmäßig und passen Sie die Architektur an Ihre tatsächlichen Anforderungen an.

Auf Skalierbarkeit ausgelegte Designs

Um Cloud-Projekte erfolgreich zu skalieren, sollten Wachstum, Sicherheit und betriebliche Effizienz von Anfang an berücksichtigt werden. Setzen Sie auf bewährte Grundlagen: konsequente Automatisierung und Expertise für Netzwerk, Observability, Automatisierung und Operational Readiness.

Das ist der entscheidende Unterschied, der echtes Wachstum ermöglicht – mit einer resilienten Plattform und einem souveränen Team, das sich auf Wertschöpfung statt auf Troubleshooting konzentriert.

Wenn Sie Ihr Wachstum gestalten und die Cloud zu einer Sorge weniger machen möchten, sollten Sie sich skalierbare Cloud-Lösungen für wachsende Unternehmen ansehen.


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